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Oral-Poster-Präsentation

Serielles Ultraschallpunktschweißen von Aluminium/Stahl-Verbunden

Mittwoch (26.06.2019)
15:09 - 15:12 Uhr

Bezüglich der gesetzlichen Vorgaben für den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen stellt die Verringerung bewegter Massen und die daraus resultierende Kraftstoffeinsparung ein bedeutendes Ziel dar. Ein großes Potenzial zur Gewichtsreduzierung bieten Leichtbaustrukturen aus hochfesten Stählen und Leichtmetallen, die insbesondere in Multi-Material-Karosserien eingesetzt werden. Neben geeigneten Werkstoffen nehmen die Fügeverfahren eine Schlüsselrolle ein, da hoch belastbare und alterungsbeständige Verbindungen zwischen artfremden Werkstoffen erzeugt werden müssen. Aufgrund des Fügeprozesses in fester Phase können mittels Metall-Ultraschallpunktschweißen die im Karosseriebau überwiegend eingesetzten Aluminiumlegierungen und Stähle verbunden werden.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird das serielle Ultraschallpunktschweißen der Aluminiumknetlegierung EN AW-6005A mit dem verzinkten Dualphasenstahl HCT980X untersucht. Dabei stehen die Anordnung und Reihenfolge mehrerer Schweißpunkte sowie deren gegenseitige schwingungstechnische Beeinflussung im Vordergrund, um bauteilnahe Verbindungen grundlegend zu untersuchen. Der serielle Schweißprozess wird insbesondere auf maximale Festigkeit der Multi-Metall-Verbunde optimiert. Bei der Bewertung der lokalen Grenzflächen stellt der Einfluss der korrosionsschützenden Zinkschicht der Stahlbleche auf die Eigenschaften und das Versagensverhalten der Mischverbunde einen Schwerpunkt dar.

Sprecher/Referent:
Dipl.-Ing. Michael Becker
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Weitere Autoren/Referenten:
  • Prof. Dr. Frank Balle
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg