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Oral-Poster-Präsentation

Einfluss der Ausgangsfaserlänge und des Fasergehalts beim Spritzgießen von CFK-Formkörpern auf die Eigenschaften von C/C- und C/C-SiC-Verbundwerkstoffen

Thursday (27.06.2019)
10:00 - 10:03 Uhr

Die Herstellung von C/C-SiC-Verbundwerkstoffen erfolgt generell über einen dreistufigen Prozess: die Formgebung (CFK-Verbund), die Pyrolyse (C/C-Verbund) und die Flüssigphasensilizierung (C/C-SiC-Verbund). Ein neuer vielversprechender Ansatz als Formgebungsverfahren der CFK-Zwischenstufe ist das Spritzgießen von angepassten Compounds (Novolak-Harz, Härter, Verarbeitungshilfsmittel und Kohlenstofffaser), welche durch das Compoundieren erzeugt werden. Eine direkte Kohlenstoffkurzfaserdosierung beim Compoundieren erwies sich aufgrund der Faservereinzelung und der elektrostatischen Aufladung als ungeeignet. Eine mögliche Ersatzlösung ist bislang das direkte Einziehen des Kohlenstofffaserrovings in den Compounder. Dies ist jedoch mit einer starken Beschädigung bzw. Zerkleinerung der Fasern sowie einer ungenauen Einstellung des Fasergehalts verbunden. Im vorliegenden Beitrag werden neue fertiggeschnittene, durch angepasste Schlichte dosierbare Kohlenstofffasern mit einer Länge von 3 bzw. 6 mm für das Compoundieren verwendet. Der Fasergehalt beträgt jeweils 50 bzw. 58 Masse.-%. Der Einfluss der Anfangsfaserlänge und des Fasergehalts auf die physikalischen und mechanischen Eigenschaften der daraus entstehenden C/C- und C/C-SiC-Verbundwerkstoffe wird vorgestellt und diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der Mikrostruktur in den verschiedenen Herstellungsschritten.

Sprecher/Referent:
Dipl.-Ing. Husam Ahmad
Technische Universität Chemnitz
Weitere Autoren/Referenten:
  • Jonas Stiller
    Technische Universität Chemnitz
  • Erik Päßler
    Technische Universität Chemnitz
  • Prof. Dr. Daisy Nestler
    Technische Universität Chemnitz
  • Prof. Dr. Guntram Wagner
    Technische Universität Chemnitz
  • Prof. Dr. Lothar Kroll
    Technische Universität Chemnitz