Zur Übersicht

Poster

Formsimulation faserverstärkter Thermoplaste – Sensitivitätsanalyse Eingangsparameter

Sonntag (01.01.2040)
00:00 - 00:57 Uhr

Das FE Modell in dieser Arbeit basiert auf einer Einheitszelle unter Verwendung zweier Vernetzungsarten: Pin-to-Pin und Checkerboard, die in vorangegangenen Studien vorgestellt worden sind. Die Vor- und Nachteile dieser Netzarten werden hinsichtlich der Formsimulation faserverstärkter Thermoplaste diskutiert. Die Einheitszelle besteht aus Membran- und Balkenelementen, wodurch die unterschiedlichen Steifigkeiten bidirektionaler Verstärkungsgewebe in Faserrichtung sowie bei Scher- und Biegebeanspruchung berücksichtigt werden sollen. Für die Simulationen wird das Materialmodell *Fabric von Abaqus/Explicit zur Beschreibung des Scher-, Zug- und Druckverhaltens verwendet. Dieses Modell basiert auf Testdaten. Die Biegesteifigkeit wird durch den Einsatz von Balkenelementen modelliert. Die erforderlichen Materialversuche werden in einer Wärmekammerkammer durchgeführt, um die Thermoplastmatrix über ihre Schmelztemperatur zu erwärmen. Daher sind diese Tests sehr zeitintensiv. Das Ziel dieser Arbeit ist die Analyse des Einflusses der Eingangsparameter für das Materialmodell auf die Ergebnisse der Formsimulation, wie die Faltenbildung oder das Scherverhalten. Innerhalb dieser Sensitivitätsanalyse sollen die Eingangsparameter identifiziert werden, die einen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse der FE-Simulationen haben. Auf dieser Grundlage soll festgelegt werden, welche Materialtests erforderlich sind zur hinreichenden Beschreibung des Materialverhaltens. Des Weiteren wird untersucht, ob die übrigen Eingangsdaten mit Default-Werten belegt werden können, wenn ihr Einfluss gering ist. Dadurch solle der Zeit- und Kostenaufwand für Materialversuche verringert werden.

Sprecher/Referent:
Jasmin Graef
Universität Siegen
Weitere Autoren/Referenten:
  • Prof. Dr. Bernd Engel
    Universität Siegen